Kalender / Podcast

Hier finden Sie unsere Podcast und direkt darunter alle Veranstaltungen   Podcast von Beth Shalom


Soweit an den Gottesdiensten persönlich teilgenommen wird, muss bis auf Weiteres eine FFP2-Mund/Nasen-Maske getragen werden. Die Gemeinde kann solche leider nicht zur Verfügung stellen.

Jüdische Besucher sind zu allen Gottesdiensten und religiösen Feiern willkommen, eine Anmeldung ist aber aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig.


Luach 

Oktober TISCHRI/CHESCHWAN

 

Fr, 29.10. 19:15 Uhr Kabbalat Schabbat

Sch, 30.10. 10.30 Uhr Schacherit Schabbat

Bis auf Weiteres gelten hinsichtlich einer An- meldung zu den Tefillot und des Aufenthalts in der Synagoge die Regeln, die die Corona- Pandemie erfordern. Beachten Sie dazu bitte unsere wöchentliche Rundmail.

Die Teilnahme von Mitgliedern und Gästen ist nur nach vorheriger Anmeldung sowie dem sog. „Drei G“-Nachweis möglich.

 


Veranstaltungsvorschau

Eine Übersicht der Veranstaltungen finden Sie im Kulturbrief hier Kultur_mit_Beth_Shalom_2021


Seit 20. Juli 2021, 19 Uhr auf dem Youtubekanal der Literaturhandlung:

Michael Wolffsohn Wir waren Glückskinder – trotz allem eine deutschjüdische Familiengeschichte
Als sein siebenjähriger Enkel Noah den Großvater Michael Wolffsohn damit konfrontierte, „mehr über Juden und Hitler wissen“ zu wollen, konnte der Historiker Michael Wolffsohn nicht umhin, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Nachdem ihm dafür keines der vorhandenen Bücher geeignet schien, griff er selbst zur Feder. Stoff bot ihm seine eigene Familiengeschichte genug, um zu zeigen, wie es Juden unter Hitler ergangen ist. Aus der 2017 erschienenen Familienchronologie „Deutschjüdische Glückskinder. Eine Weltgeschichte meiner Familie“ entstand eine sehr lesbare Fassung für die Enkelgeneration – und ihren Eltern.
In der weitverzweigten deutsch-jüdischen Familie spiegelt sich die Weltgeschichte. Trotz Naziterror und schwerer Schicksalsschläge hat ein großer Teil der Familie Glück gehabt. Wer den Holocaust überlebte, war ein „Glückskind“. Wie es der Familie im Nationalsozialismus, der Emigration und nach ihrer Rückkehr ins Nachkriegsdeutschland erging, erzählt Michael Wolffsohn gut erklärt mit vielen Geschichten und Anekdoten.
Im Gespräch mit Rachel Salamander und Ariella Chmiel stellt Michael Wolffsohn sein soeben bei dtv junior erschienenes Buch vor.
In Zusammenarbeit mit Beth Shalom München, B’nai B’rith, dtv und Salon Luitpold.

So, 03. Oktober, 15 Uhr, Theatiner Filmtheater 

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Dokufilm von K. Kaper und D. Szuszie

Für die Ankündigung mit Kontakt zum Kino für Reservierungen siehe PDF


Dienstag, 05. Oktober 2021, 19:00 Uhr 
Ronen Steinke: Antisemitismus in der Sprache – Warum es auf die Wortwahl ankommt

Anmeldung und Details unter folgendem Link Ort: Jüdisches Museum München

Auf die Wortwahl kommt es an: Ronen Steinkes Streitschrift „Antisemitismus in der Sprache“ belegt, wie tief sich Diskriminierung ins Vokabular eingeschrieben hat. Schon das Wort „Jude“ geht bis heute vielen schwer über die Lippen, so sehr hat die Geschichte ihre Spuren in der Sprache hinterlassen. Dennoch sind die Synonyme „semitisch“, „israelitisch“ oder „mosaisch“ keine gute Alternative. Während die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland und Europa wieder steigt und die gesellschaftliche Diskussion an Brisanz gewinnt, richtet Ronen Steinke den Blick auf unsere Alltagssprache: Welchen Beitrag leisten Worte bei der Verbreitung von Antisemitismus? Das reicht von eindeutigen oder subtilen Beleidigungen über die Aneignung jiddischer Vokabeln bis zu „Goysplaining“, Besserwisserei gegenüber Personen jüdischer Herkunft. Jiddische Worte wie „Tacheles“, „Schlamassel“ oder „meschugge“ werden im Deutschen oft gebraucht – und das ist in diesen Fällen auch in Ordnung, sagt Ronen Steinke. Warum das bei „Mischpoke“ oder „mauscheln“ aber anders ist und wieso eingedeutschte Begriffe wie „Sabbat“ Tabu sein sollten, erklärt der Autor in aufschlussreichen Beispielen. Manches wird überraschen: „Altes Testament“ ist kein neutraler Begriff für die Fünf Bücher Moses. „Antisemitismus“ ist ein durchaus ambivalentes Kunstwort. Und auch die „Macke“ hat jiddische Wurzeln. Steinke sensibilisiert uns für unsere Sprachhistorie, damit eine diskriminierungsfreie alltägliche Kommunikation möglich wird.
Das Gespräch führt BR-Journalist Sammy Khamis. Seine Arbeiten zu rechtsextremistischen und islamistischen Phänomenen, sowie der deutschen Innen- und Integrationspolitik thematisieren die Wichtigkeit von Wortwahl und Sprache fortlaufend.
Ronen Steinke ist einer der profiliertesten politischen Journalisten der jüngsten Generation und unter anderem innenpolitischer Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Er studierte Rechtswissenschaft in Hamburg und Tokio. Nach seiner Biografie über Fritz Bauer entstand der preisgekrönte Kinofilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Zuletzt erschien sein Buch „Terror gegen Juden: Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt“.

Veranstalter: Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom in Kooperation mit: Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in München, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München – Regensburg, dem Fachbereich Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München, dem Jüdischen Museum München, #2021JLID


Freitag, 05. November 2021, bis Sonntag 07. November 2021, Schloss Fürstenried, Anmeldung: info@domberg-akademie.de
Seminar zur jüdischen Schriftauslegung: Das Buch Ruth
Mit Rabbiner Jonathan Magonet
Leitung: Domberg-Akademie/Dr. Andreas Renz
So kurz das Buch Ruth ist, so bemerkenswert ist es. Goethe nannte es „das lieblichste kleine Ganze…, das uns episch und idyllisch überliefert worden ist“. Es ist aber viel mehr als eine Idylle. Es thematisiert den Überlebenskampf von Frauen, es zeigt, wie eine Nichtjüdin in das Volk Israel aufgenommen wird. Der große König David wird Ruths Urenkel, und ihr Name findet sich im Stammbaum Jesu. Welche Bedeutung aber hat das Buch Ruth in der jüdischen Tradition, wo es zu den „fünf Festrollen“ gehört?
Entdecken Sie ein Stück rabbinischer Bibelauslegung.
Eine Veranstaltung der Domberg-Akademie und des Erzbischöflichen Ordinariats München in Kooperation mit der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München und der Europäischen Janusz Korczak Akademie München

Dienstag, 23. November 2021, 19:00 Uhr 
Suchers Leidenschaften

Szenischer Vortrag „Paul Celan” mit C. Bernd Sucher und Ingrid Resch anlässlich Paul Celans Geburtstag

 

Anmeldung und Details unter folgendem Link

Ort: Jüdisches Museum München

Wenige deutschsprachige Dichter haben den Schmerz der Juden nach der Shoa so eindringlich in Worte gefasst wie Paul Celan. Alles, was er geschrieben hat, die Vergangenheit bedenkend und in poetische, sehr moderne Bilder übersetzend, hat Bestand und Bedeutung für die Gegenwart, für jüdisches Leben heute in Deutschland.
Paul Celan, 1920 in Czernowitz im heutigen Ungarn geboren, gilt zurecht als einer der bedeutendsten Dichter und Denker des 20. Jahrhunderts, denn er hat nicht allein Lyrik geschrieben, sondern sich auch in Prosa geäußert. Er war ein faszinierender Grenzgänger. Seine Werke sind von einer einzigartigen Emotionalität und zugleich sprachliche Wunder, denn nicht die Vernichtung, nicht der Tod ist sein eigentliches Thema, sondern die Sprache. Der Verfolgung entronnen, hatte er es schwer, sich im Leben zurecht zu finden. Seine Flucht 1947 von Ungarn nach Paris bezeichnet einen Wendepunkt. Celan, ein jüdischer Ahasverus, der nirgendwo und mit keinem Menschen zur Ruhe kam – nicht mit seiner Geliebten, der Dichterin Ingeborg Bachmann, nicht mit seiner späteren Frau Gisèle Lestrange. Zuhause war er in der deutschen Sprache.
C. Bernd Sucher wird in seinem szenischen Vortrag zu erklären versuchen, was Celans Texte für die Gegenwart und einen respektvollen Umgang von Juden und Nichtjuden in Deutschland zu leisten vermögen. Und wie deutsche Geistesgeschichte angenommen und weitergedacht wird in diesen poetischen Werken, was sich nicht zuletzt in Celans Beschäftigung mit dem Werk Heideggers niederschlägt und in seinem (gestörten) Verhältnis zur Gruppe 47.
Der Tod ist Zentrum des Celanschen Oeuvres. Er wählte ihn, nachdem ihm das Leben zu einer unerträglichen Last geworden war.

Eine Veranstaltung der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München, #2021JLID


Sonntag, 28. November 2021, 19 Uhr

Anna Margolina Band – Jazz, Swing & Yiddish Song

Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München
Eintritt: frei. Die Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom freut sich über Spenden für ihr Kultur- sowie Kinder- und Jugendprogramm.

  

Anmeldung und Details über diesen Link

Wo Jazz draufsteht, ist nicht nur Jazz drin: Die Band um Anna Margolina arrangiert, interpretiert und improvisiert Songs verschiedenster Genres und Kulturen und lässt sie überraschend neu er- klingen. In ihrem aktuellen Programm trifft der „Great American Jazz” jüdisch-amerikanischer Kom- ponisten wie George Gershwin und Irving Berlin auf jiddische Lieder, die zur selben Zeit auf dem Broadway gespielt wurden. Die Band spielt mitreißende Arrangements von bekannten Songs und gefühlvolle Eigenkompositionen, die den Zeitgeist widerspiegeln.

„In Anbetracht des Sounds der Band hätte man sich glatt in eine vergangene Ära des Jazz träumen können: in eine New Yorker Clublounge, während die Leute tanzen und Cocktails trinken. Man wartete regelrecht darauf, dass sich Frank Sinatra mit einem Glas Whiskey in der Hand unters Publikum mischt.” (JazzRadio Berlin)

 

Eine Veranstaltung der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom und des Jüdischen Museums München mit freundlicher Unterstützung durch den Zentralrat der Juden in Deutschland und in Kooperation mit #2021JLID

Wegen des möglicherweise begrenzten Platzangebots aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.


Samstag, 18. Dezember 2021, 17:15 Uhr

Workshop für Jugendliche mit Rabbiner Tom Kučera

Gelassenheit aus dem Blickwinkel der Tradition

Im gemeinsamen Gespräch erörtern wir das Konzept der Gelassenheit in religiösen und philosophischen Texten.

Anmeldung über diesen Link

Eine Veranstaltung der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom, des Fachbereichs Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München und #2021JLID