Libeskind-Bau für Beth Shalom

Es ist uns gelungen, für das Projekt der Wiedererrichtung einer liberalen Synagoge in München den weltberühmten Architekten Daniel Libeskind zu gewinnen, der für das städtische Grundstück Am Gries für Beth Shalom einen Entwurf eines Synagogen- und Gemeindebaus erstellt hat. Um das Projekt zu realisieren, wurde die Stiftung Synagoge Beth Shalom gegründet.

Der geplante Libeskind-Bau vereinigt unterschiedliche Nutzungen. Neben einer Synagoge sind eine öffentliche Kita und eine Begegnungsstätte für Ausstellungen, Vorträge und kleine Konzerte geplant. Der überwiegende Teil der Nutzungsfläche ist für Wohnungen vorgesehen. Bei der Planung und Errichtung soll auf den erhaltenswerten Baumbestand und die Belange der Anwohner besonders Rücksicht genommen werden.

Nach den vorliegenden Plänen soll die Wohnnutzung an die bestehenden Wohngebäude anschließen. Der andere Teil des Gebäudes gleicht nach seiner äußeren Form einem Bergkristall, der im Dialog mit der bestehenden Ensemble-Bebauung stehen soll. Libeskind hat ihn als einen Lichtfunken bezeichnet. Mit dem Libeskind-Bau entsteht an der Prinzregentenstraße in München eine einzigartige Ansammlung von Bauwerken, in denen sich die deutsche Geschichte widerspiegelt.

Die Bauherrin, Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e. V. hat inzwischen einen positiven Bauvorbescheid von der Landeshauptstadt München erhalten. Dazu erklärte der Architekt Daniel Libeskind: „Ich bin begeistert, dass die Beth-Shalom-Synagoge in München den offiziellen Bauvorbescheid erhalten hat. Nachdem ich über ein Jahrzehnt an diesem Projekt gearbeitet habe, sehe ich in der Unterstützung der städtischen Behörden ein beeindruckendes Engagement für die jüdische Gemeinde und ihre Vielfalt. In Zeiten spaltender Rhetorik, des Aufstiegs des Neofaschismus und des Antisemitismus ist die Beth-Shalom-Synagoge ein Beweis für die demokratischen Werte Deutschlands in Bezug auf Toleranz, Inklusivität und Vielfalt. Ich freue mich auf den Eröffnungstag!“

Der Vorstand der Gemeinde Beth Shalom kommentiert: „Wir sehen den Bauvorbescheid als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Libeskind-Synagoge. Die Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom ist eine wachsende jüdische Gemeinde in München mit vielen aktiven Gemeindemitgliedern und einem lebhaften Gemeindeleben. Wir freuen uns, dass wir unserem Traum einer eigenen Synagoge nun etwas nähergekommen sind. Durch die Libeskind-Synagoge wird das liberale Judentum in München sichtbar werden und die Gemeinde Beth Shalom wird ein dauerhaftes Zuhause in München bekommen.“

Im nächsten Schritt wird das Studio Libeskind beauftragt, die Entwurfsplanung für den Bau zu erstellen. Damit wird ein detailliertes Raumprogramm festgelegt und es werden die Gesamtkosten kalkuliert als Basis für die Verhandlungen mit der Landeshauptstadt München zum Kauf des Grundstücks sowie zur Sicherstellung der Finanzierung durch öffentliche Zuschüsse und Spenden. Dabei ist für den Gebäudeteil mit Wohnungen ein Investoren-Modell geplant, sodass sich die Gemeinde auf die Finanzierung des Synagogenteils konzentrieren kann.

Beth Shalom und das Architekturbüro Gollwitzer aus München, das mit dem Büro Libeskind seit langem eng zusammenarbeitet, planen eine breite Information der Öffentlichkeit, sobald die Corona-Pandemie dies zulässt.

Sie können den Bau der Synagoge mit einer Spende unterstützen ».

Medienstimmen:

Hallo München 6. Juni 2020 Hallo München „Eine zweite Synagoge für München“ »

Jüdische Allgemeine Zeitung vom 2. Juli 2020 „Neue Synagoge für Beth Shalom“ »

Münchner Merkur vom 14. Juli 2020 „Schritt für Schritt zur neuen Synagoge“ »

tz vom 14. Juli 2020 „Der Berg des Glaubens“ »

Abendzeitung vom 16. Juli 2020 „München soll eine neue Synagoge bekommen“ »

Süddeutsche Zeitung vom 17. August 2020 „Der Traum von der Libeskind-Synagoge“ »

taz vom 21. August 2020 „Ein Kristal für München“ »

br24 vom 26. August 2020 „Eine zweite Synagoge für München“ »

Münchner Merkur vom 4. September 2020 „Die Stadt gibt ihren Segen“ »